Elternpaar & Familienalltag

Wenn aus einem Liebespaar Eltern werden und der Alltag immer mehr Raum einnimmt

„Wir funktionieren eigentlich ganz gut als Familie. Aber als Paar haben wir uns irgendwie verloren.“

 

Mit einem Kind verändert sich nicht nur der Alltag. Es verändert sich ein ganzes Beziehungssystem.

 

Aus zwei Menschen, die sich als Paar gefunden haben, werden Eltern. Verantwortung wächst, Zeit wird knapper, Schlaf fehlt, Entscheidungen müssen getroffen und Aufgaben verteilt werden. Mit weiteren Kindern, beruflichen Anforderungen und den vielen kleinen Dingen des Familienalltags wird dieses System noch komplexer.

Vieles davon gelingt.

 

Kinder werden versorgt. Termine werden organisiert. Einkäufe erledigt. Geburtstage geplant. Arzttermine vereinbart. Wäsche gewaschen. Schultermine im Blick behalten. Beruf und Familie irgendwie miteinander verbunden.

 

Und trotzdem kann zwischen all diesen Aufgaben etwas verloren gehen.

Nicht unbedingt die Liebe.

 

Aber manchmal das Gefühl, noch ein Paar zu sein.

 

In diesem Bereich der Wissensbibliothek geht es darum, was Elternschaft mit einer Paarbeziehung machen kann. Um Mental Load und Verantwortung, unterschiedliche Vorstellungen von Familie und Erziehung, um Paarzeit, Nähe und die Frage, wie neben Mutter und Vater auch die beiden Menschen wieder einen Platz bekommen können, die einmal als Paar begonnen haben.

 

Vielleicht kommt Ihnen etwas davon bekannt vor.

 

Sie sprechen hauptsächlich über Kinder, Termine und Organisation.

 

Am Abend sind Sie beide so erschöpft, dass kaum noch Raum füreinander bleibt.

 

Einer hat das Gefühl, einen größeren Teil der Verantwortung zu tragen.

 

Der andere empfindet gleichzeitig, dass seine Leistung kaum gesehen wird.

 

Sie diskutieren immer wieder darüber, wer was erledigt hat oder hätte erledigen sollen.

 

Bei der Erziehung reagieren Sie unterschiedlich und geraten deshalb aneinander.

 

Gemeinsame Zeit findet kaum noch statt.

 

Körperliche Nähe und Sexualität sind seltener geworden oder zu einem empfindlichen Thema geworden.

Oder Sie erleben Ihre Familie eigentlich als etwas Schönes und merken trotzdem, dass Sie sich als Paar immer weiter voneinander entfernen.

 

Dann geht es häufig nicht um die Frage, ob Sie gute Eltern sind.

 

Es geht darum, ob in Ihrem Familienleben neben den Kindern und allen Aufgaben noch genügend Raum für Ihre Paarbeziehung vorhanden ist.

 

Ein Kind verändert die Ordnung einer Beziehung.

 

Vor der Familiengründung besteht eine Partnerschaft zunächst aus zwei Menschen.

 

Beide haben ihre Gewohnheiten, Bedürfnisse, Vorstellungen und Erwartungen. Sie entscheiden gemeinsam, wie sie leben möchten und wie viel Zeit sie miteinander verbringen.

 

Mit der Geburt eines Kindes kommt ein Mensch hinzu, der zunächst vollständig auf die Eltern angewiesen ist.

Das verändert Prioritäten.

 

Schlaf, Freizeit, Spontaneität und Rückzugsmöglichkeiten verändern sich. Entscheidungen werden nicht mehr ausschließlich danach getroffen, was für zwei Erwachsene gut wäre. Ein großer Teil der Aufmerksamkeit richtet sich nun auf das Kind.

 

Das ist notwendig.

 

Schwierig kann es werden, wenn aus dieser zunächst notwendigen Verschiebung allmählich ein dauerhafter Zustand entsteht.

 

Das Kind steht im Mittelpunkt.

 

Später vielleicht mehrere Kinder.

 

Daneben Beruf, Haushalt, Schule, Kindergarten, Hobbys und Termine.

 

Und irgendwo dazwischen befindet sich noch die Paarbeziehung.

 

Wenn aus Beziehung Organisation wird.

 

Viele Eltern sprechen täglich miteinander.

 

„Wer holt die Kinder ab?“

 

„Hast du an den Termin gedacht?“

 

„Was brauchen wir noch vom Supermarkt?“

 

„Kannst du morgen früher zu Hause sein?“

 

„Wer fährt zum Training?“

 

Das ist Kommunikation.

 

Aber es ist überwiegend organisatorische Kommunikation.

 

Wenn über längere Zeit fast ausschließlich auf dieser Ebene gesprochen wird, kann etwas Entscheidendes fehlen.

 

Wie geht es dir eigentlich?

 

Was beschäftigt dich?

 

Was vermisst du?

 

Was tut dir gerade gut?

 

Wie geht es dir mit uns?

 

Ein Paar kann hervorragend organisiert sein und sich emotional trotzdem immer weniger begegnen.

 

Mental Load ist mehr als eine Aufgabenliste.

 

Ein häufiger Konflikt im Familienalltag dreht sich darum, wer wie viel macht.

 

Dabei wird leicht übersehen, dass Verantwortung nicht nur aus sichtbaren Tätigkeiten besteht.

Ein Kind zum Arzt zu bringen ist eine Aufgabe.

 

Daran zu denken, dass eine Vorsorgeuntersuchung ansteht, einen Termin zu vereinbaren, die Versichertenkarte bereitzulegen und den Termin so zu organisieren, dass er mit Arbeit, Schule und anderen Verpflichtungen vereinbar ist, gehört ebenfalls dazu.

 

Diese unsichtbare Planungsarbeit wird häufig als Mental Load bezeichnet.

 

Konflikte entstehen besonders dann, wenn einer das Gefühl hat:

 

„Ich muss an alles denken.“

 

Während der andere erlebt:

 

„Egal was ich mache, es ist sowieso nie genug.“

 

Beide können sich gleichzeitig unverstanden und nicht wertgeschätzt fühlen.

 

Dann geht es irgendwann nicht mehr nur um Aufgaben.

 

Es geht um Anerkennung, Verlässlichkeit und das Gefühl, Verantwortung tatsächlich gemeinsam zu tragen.

 

Helfen ist nicht dasselbe wie Verantwortung übernehmen.

 

In vielen Beziehungen sagt ein Partner:

 

„Du hättest mich doch nur fragen müssen.“

 

Das klingt zunächst nachvollziehbar.

 

Es zeigt aber gleichzeitig ein mögliches Problem.

 

Wenn einer fragen, erinnern, verteilen und kontrollieren muss, bleibt die Verantwortung weiterhin bei dieser Person.

 

Gemeinsame Verantwortung bedeutet deshalb mehr, als einzelne Aufgaben auf Nachfrage zu übernehmen.

 

Sie bedeutet auch, Zuständigkeiten zu kennen, selbst daran zu denken und verlässlich dafür einzustehen.

Das entlastet nicht nur organisatorisch.

 

Es schafft Sicherheit.

 

Denn Verlässlichkeit im Alltag hat auch eine Wirkung auf die Beziehung.

 

„Ich mache doch schon genug“

 

Dieser Satz fällt in Familienkonflikten häufig.

 

Und manchmal stimmt er sogar aus beiden Perspektiven.

 

Der eine arbeitet viel und erlebt seine berufliche Leistung als wesentlichen Beitrag zur Familie.

 

Der andere organisiert einen großen Teil des Alltags und erlebt diese Belastung als kaum sichtbar.

 

Beide leisten viel.

 

Und beide haben das Gefühl, der andere sehe es nicht.

 

Wenn Paare beginnen, ihre Leistungen gegeneinander aufzurechnen, geht Wertschätzung schnell verloren.

 

Dann wird aus:

 

„Ich bin erschöpft.“

 

sehr leicht:

 

„Du machst zu wenig.“

 

Und aus:

 

„Ich brauche Unterstützung.“

 

wird beim anderen:

 

„Du hältst mich für unfähig.“

 

Deshalb ist es wichtig, nicht nur über die Verteilung von Aufgaben zu sprechen, sondern auch darüber, wie beide ihre jeweilige Verantwortung erleben.

 

Unterschiedliche Vorstellungen von Erziehung.

 

Mit Kindern treffen nicht nur zwei Menschen aufeinander.

 

Es treffen auch zwei Erfahrungen von Familie aufeinander.

 

Was war in meiner Kindheit selbstverständlich?

 

Wie wurde mit Regeln umgegangen?

 

Wie streng oder frei durfte ich aufwachsen?

 

Wie wurde mit Fehlern umgegangen?

 

Wie viel Nähe gab es?

 

Wie wurden Konflikte ausgetragen?

 

Was möchte ich genauso machen?

 

Und was auf keinen Fall?

 

Viele dieser Vorstellungen werden erst sichtbar, wenn ein Paar selbst Eltern wird.

 

Der eine empfindet eine Reaktion als konsequent.

 

Der andere als zu streng.

 

Einer möchte schneller eingreifen.

 

Der andere möchte dem Kind mehr Raum lassen.

 

Einer legt großen Wert auf feste Strukturen.

 

Der andere auf Flexibilität.

 

Solche Unterschiede müssen nicht bedeuten, dass einer ein besserer Elternteil ist.

 

Sie zeigen zunächst, dass beide aus unterschiedlichen Erfahrungen kommen.

 

Schwierig wird es, wenn daraus ein Gegeneinander entsteht.

 

Wenn einer der strenge und der andere der verständnisvolle Elternteil wird.

 

In manchen Familien entwickeln sich mit der Zeit feste Rollen.

 

Einer setzt Grenzen.

 

Der andere tröstet.

 

Einer fordert.

 

Der andere schützt.

 

Je stärker sich diese Rollen entwickeln, desto weiter können beide voneinander abrücken.

 

Wenn einer besonders streng wird, versucht der andere vielleicht, dies auszugleichen und wird nachsichtiger.

 

Der erste erlebt diese Nachsicht wiederum als fehlende Unterstützung und wird noch konsequenter.

 

So entsteht auch im Elternsein ein Kreislauf.

 

Das Kind ist dann möglicherweise nur der sichtbare Anlass eines Konflikts, der eigentlich zwischen den Eltern stattfindet.

 

Deshalb ist es hilfreich, nicht vor dem Kind gegeneinander um die „richtige“ Erziehung zu kämpfen, sondern als Elternpaar darüber zu sprechen, welche Haltung und welche Regeln beide gemeinsam tragen können.

 

Aus dem Liebespaar wird ein Elternteam.

 

Elternschaft braucht Zusammenarbeit.

 

Aber eine Beziehung braucht mehr als Zusammenarbeit.

 

Wenn fast jede Begegnung einen Zweck erfüllt, kann die partnerschaftliche Ebene allmählich verschwinden.

Man funktioniert.

 

Man organisiert.

 

Man löst Probleme.

 

Vielleicht funktioniert man sogar ausgesprochen gut.

 

Aber irgendwann fehlt das, was früher selbstverständlich war.

 

Ein Gespräch ohne organisatorischen Anlass.

 

Gemeinsames Lachen.

 

Eine Berührung im Vorbeigehen.

 

Interesse aneinander.

 

Zeit, in der niemand etwas erledigen muss.

 

Das bedeutet nicht, dass Paare mit Kindern ihr früheres Leben zurückholen müssen.

 

Das wäre häufig weder möglich noch sinnvoll.

 

Es geht vielmehr darum, der Paarbeziehung innerhalb des neuen Lebens wieder einen Platz zu geben.

 

Paarzeit ist nicht nur ein Termin im Kalender.

 

Ein gemeinsamer Abend kann wertvoll sein.

 

Aber Paarzeit entsteht nicht allein dadurch, dass zwei Menschen am selben Ort sitzen.

 

Wenn beim Abendessen ausschließlich über Kinder, Rechnungen und die kommende Woche gesprochen wird, bleibt man auch beim Restaurantbesuch organisatorisch Eltern.

 

Deshalb kann es hilfreich sein, zwischen unterschiedlichen Formen gemeinsamer Zeit zu unterscheiden.

Es braucht Zeiten für sachliche Absprachen.

 

Und es braucht Zeiten, in denen die Beziehung selbst Raum bekommt.

 

In denen es nicht darum geht, etwas zu organisieren oder ein Problem zu lösen.

 

Sondern darum, sich wieder als Menschen wahrzunehmen.

 

Paarzeit, emotional.

 

Emotionale Paarzeit muss nicht spektakulär sein.

 

Sie braucht nicht jedes Mal ein Restaurant, ein Wochenende ohne Kinder oder einen besonderen Anlass.

 

Entscheidend ist vielmehr die Haltung, mit der zwei Menschen sich begegnen.

 

Wie geht es dir gerade?

 

Was beschäftigt dich?

 

Was war in den vergangenen Tagen schön?

 

Was hat dich belastet?

 

Was wünschst du dir?

 

Manchmal können zwanzig wirklich zugewandte Minuten mehr Verbindung schaffen als ein ganzer Abend, an dem beide gedanklich noch bei ihren Aufgaben sind.

 

Paarzeit bedeutet deshalb nicht nur gemeinsame Freizeit.

 

Sie bedeutet, der Beziehung bewusst Aufmerksamkeit zu geben.

 

Sachliche Absprachen schaffen Sicherheit.

 

Gerade weil der Familienalltag so komplex ist, braucht es gleichzeitig eine klare sachliche Ebene.

 

Wer übernimmt welche Aufgabe?

 

Wann wird etwas erledigt?

 

Welche Termine stehen an?

 

Wer muss informiert werden?

 

Was geschieht, wenn eine Vereinbarung nicht eingehalten werden kann?

 

Solche Dinge müssen nicht zwischen Tür und Angel geklärt werden.

 

Regelmäßige Zeiten für sachliche Absprachen können verhindern, dass organisatorische Themen ständig in die emotionale Paarzeit hineinreichen.

 

Vereinbarungen sollten möglichst konkret sein und dort festgehalten werden, wo alle Beteiligten darauf zugreifen können.

 

Das klingt zunächst wenig romantisch.

 

Tatsächlich kann genau diese Verlässlichkeit den Beziehungsrahmen entlasten.

 

Denn wenn die Sachebene funktioniert, muss nicht jede vergessene Aufgabe zu einer Frage nach Wertschätzung, Verantwortung oder Liebe werden.

 

Wenn körperliche Nähe im Familienalltag verloren geht.

 

Erschöpfung, Schlafmangel, fehlende Rückzugsmöglichkeiten, Schwangerschaft, Geburt, körperliche Veränderungen und die ständige Verantwortung für andere Menschen können auch die körperliche Beziehung eines Paares verändern.

 

Hinzu kommt, dass Bedürfnisse unterschiedlich sein können.

 

Einer vermisst Sexualität und erlebt sie als wichtige Form von Verbindung.

 

Der andere fühlt sich vielleicht erschöpft, unter Druck oder körperlich gerade wenig bei sich selbst.

 

Wenn darüber nicht gesprochen werden kann, entstehen leicht gegenseitige Interpretationen.

 

„Du willst mich nicht mehr.“

 

„Dir geht es immer nur um Sex.“

 

Beide Aussagen können verletzen.

 

Und beide verdecken möglicherweise, was eigentlich dahintersteht.

 

Auch hier braucht es einen Raum, in dem Wünsche und Grenzen ausgesprochen werden dürfen, ohne dass daraus unmittelbar eine Forderung entsteht.

 

Wenn einer sich immer an letzter Stelle fühlt.

 

Ein besonders schmerzhafter Gedanke in Elternbeziehungen lautet:

 

„Für alles und jeden ist Zeit. Nur für mich nicht.“

 

Kinder brauchen Aufmerksamkeit.

 

Beruf braucht Aufmerksamkeit.

 

Familie und Freunde brauchen Aufmerksamkeit.

 

Der Haushalt braucht Aufmerksamkeit.

 

Und häufig bekommt die Paarbeziehung das, was am Ende noch übrig bleibt.

 

Das Problem ist nur:

 

Am Ende bleibt oft nichts übrig.

 

Wenn das über lange Zeit geschieht, kann einer oder können beide beginnen, sich in der Beziehung nicht mehr wichtig zu fühlen.

 

Dann ist die fehlende gemeinsame Zeit nicht nur ein Kalenderproblem.

 

Sie bekommt eine emotionale Bedeutung.

 

Paarzeit ist keine Belohnung für einen erledigten Alltag.

 

Viele Paare leben nach einem verständlichen Prinzip:

 

Wenn alles erledigt ist, haben wir Zeit für uns.

 

Nur ist in einer Familie fast nie alles erledigt.

 

Die nächste Wäsche wartet.

 

Die Küche könnte aufgeräumt werden.

 

Eine Nachricht muss beantwortet werden.

 

Für morgen muss etwas vorbereitet werden.

 

Deshalb braucht Beziehung manchmal eine bewusste Entscheidung.

 

Nicht weil sie wichtiger wäre als die Kinder.

 

Sondern weil auch sie Teil des Familiensystems ist.

 

Eltern sein und trotzdem ein Paar bleiben.

 

Eine Familie besteht aus verschiedenen Beziehungen.

 

Es gibt die Beziehung der Mutter zu den Kindern.

 

Die Beziehung des Vaters zu den Kindern.

 

Die Beziehung der Geschwister untereinander.

 

Und es gibt die Beziehung des Paares.

 

Diese Beziehungen sind miteinander verbunden, aber sie sind nicht identisch.

 

Wenn die Paarbeziehung vollständig in der Elternrolle aufgeht, fehlt irgendwann ein eigener Raum für das „Wir“.

Deshalb darf es innerhalb einer Familie Zeiten geben, in denen Eltern nicht ausschließlich für ihre Kinder verfügbar sind.

 

Und es darf Themen geben, die zur Paarbeziehung gehören und nicht zur Elternrolle.

 

Das ist kein Gegensatz zu guter Elternschaft.

 

Es kann ein Teil davon sein.

Themen rund um Elternpaar & Familienalltag

Die folgenden Beiträge beleuchten unterschiedliche Belastungen, die zwischen Familie, Alltag und Partnerschaft entstehen können.

Stress im Alltag belastet Beziehungen

Wenn berufliche Anforderungen, Familie und organisatorische Aufgaben kaum noch Pausen lassen und Belastung zunehmend in die Partnerschaft getragen wird.

 

Artikel lesen

Warum Paare über Haushalt streiten

Beim Streit über Wäsche, Küche oder Ordnung geht es nicht immer nur um Haushalt. Häufig spielen Verantwortung, Anerkennung und unterschiedliche Erwartungen eine Rolle.

 

Artikel lesen

Zeit für sich oder Zeit als Paar

Wie unterschiedliche Bedürfnisse nach gemeinsamer Zeit und persönlichem Freiraum zu Konflikten führen können.

 

Artikel lesen

Unterschiedliche Bedürfnisse in Beziehungen verstehen

Warum Bedürfnisse nicht gegeneinander ausgespielt werden müssen und wie Paare lernen können, Unterschiede wahrzunehmen, ohne daraus eine Bewertung der Beziehung zu machen.

 

Artikel lesen

Wenn körperliche Nähe fehlt

Wenn Erschöpfung, Alltag und unterschiedliche Wünsche dazu führen, dass Berührung und Sexualität zunehmend zum schwierigen Thema werden.

 

Artikel lesen

Wir sind nur noch Eltern

Wenn das Paar im Familienalltag verloren geht

 

Manche Eltern merken irgendwann, dass sie als Team hervorragend funktionieren und sich trotzdem als Paar kaum noch erleben.

Die Beziehung besteht zunehmend aus Organisation, Verantwortung und Absprachen. Gemeinsame Zeit fehlt. Nähe wird seltener. Konflikte über Aufgaben, Erziehung oder Mental Load nehmen zu.

Auf meiner Schwerpunktseite für Elternpaare im Konflikt gehe ich ausführlicher darauf ein, wie sich die Beziehung durch Elternschaft verändern kann, welche Dynamiken daraus entstehen und wie das Liebespaar neben dem Elternpaar wieder einen Platz bekommen kann.

 

Schwerpunktseite Elternpaare ansehen

Wenn Organisation selbst zum Konflikt geworden ist

Nicht jeder Konflikt im Familienalltag braucht eine tiefere emotionale Erklärung.

 

Manchmal fehlen klare Zuständigkeiten und verlässliche Absprachen.

 

Wenn Aufgaben immer wieder neu ausgehandelt werden, Termine vergessen werden oder einer das Gefühl hat, für die gesamte Organisation verantwortlich zu sein, entsteht Unsicherheit.

 

Deshalb kann es hilfreich sein, organisatorische Themen bewusst von emotionalen Beziehungsgesprächen zu trennen.

 

Für solche Situationen habe ich das Arbeitsblatt „Sachliche Absprachen“ entwickelt. Es unterstützt Paare dabei, notwendige Aufgaben, Zuständigkeiten, Termine und Vereinbarungen nachvollziehbar festzuhalten.

 

 

Arbeitsblatt Sachliche Absprachen

Wenn im Alltag kaum noch Raum für Beziehung bleibt

Paarzeit muss nicht erst beginnen, wenn ein ganzes Wochenende ohne Kinder möglich ist.

 

Oft geht es zunächst darum, wieder Momente zu schaffen, in denen zwei Menschen sich nicht ausschließlich als Eltern oder Organisatoren begegnen.

 

Das Arbeitsblatt „Paarzeit, emotional“ gibt einen Rahmen dafür, gemeinsame Zeit bewusst von organisatorischen Gesprächen zu unterscheiden und wieder mehr Raum für Begegnung, Interesse und emotionale Verbindung zu schaffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Arbeitsblatt Paarzeit emotional

Nicht jedes Elternpaar streitet ständig.

Manche Paare werden mit der Zeit einfach stiller.

Sie organisieren zuverlässig, kümmern sich um ihre Kinder und funktionieren im Alltag. Gleichzeitig erzählen sie sich weniger, berühren sich seltener und nehmen einander zunehmend nur noch in ihren Rollen wahr.

Wenn Sie sich darin wiedererkennen, finden Sie im Themenbereich „Nähe & emotionale Distanz“ weitere Beiträge darüber, wie Verbindung verloren gehen und wieder entstehen kann.

 

Zu Nähe & emotionale Distanz

Wenn Familienalltag zu emotionaler Distanz führt

Familie braucht Verlässlichkeit und Beziehung

Ein funktionierender Familienalltag ist wichtig.

 

Kinder brauchen Sicherheit, Orientierung und Erwachsene, die Verantwortung übernehmen.

Aber Familie besteht nicht nur aus Organisation.

 

Sie besteht auch aus Beziehungen.

 

Aus Aufmerksamkeit.

 

Aus Zugehörigkeit.

 

Aus Wertschätzung.

 

Und aus der Erfahrung, miteinander verbunden zu sein.

 

Eltern dürfen deshalb Verantwortung für ihre Kinder übernehmen und gleichzeitig Verantwortung für ihre Paarbeziehung tragen.

 

Das bedeutet nicht, dass immer genügend Zeit vorhanden ist.

 

Es bedeutet auch nicht, dass Eltern sich ständig nah fühlen müssen.

 

Es bedeutet vielmehr, die Paarbeziehung nicht vollständig aus dem Blick zu verlieren.

 

Denn Ihre Kinder brauchen Eltern.

 

Und Sie dürfen trotzdem ein Paar bleiben.

 

Wenn Sie als Eltern funktionieren und sich als Paar verloren haben.

 

In meiner Paarberatung schauen wir nicht nur darauf, worüber Sie im Familienalltag streiten.

 

Wir betrachten, wie Verantwortung verteilt ist, welche Erwartungen beide mitbringen, wo Wertschätzung oder Verlässlichkeit verloren gegangen sind und ob hinter aktuellen Konflikten weitere Verletzungen oder ältere Erfahrungen wirken.

 

Manchmal braucht ein Paar zunächst klare sachliche Vereinbarungen.

 

Manchmal geht es darum, emotionale Verletzungen zu verstehen und aufzulösen.

 

Und manchmal muss neben all den Aufgaben überhaupt erst wieder ein Raum entstehen, in dem zwei Menschen sich als Paar begegnen können.

 

Wenn Sie herausfinden möchten, ob meine Arbeitsweise zu Ihrer Situation passt, können wir uns zunächst in einem kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch kennenlernen.

 

Paarberatung, Coaching & Mediation in Wittmund, Ostfriesland und online

Wenn unterschiedliche Vorstellungen immer wieder Streit auslösen

Erziehung, Haushalt, Verantwortung und gemeinsame Zeit können zu wiederkehrenden Konflikten werden.

Wenn dieselben Auseinandersetzungen immer wieder auftauchen und Sie das Gefühl haben, sich im Kreis zu drehen, finden Sie im Themenbereich „Streit & Konfliktmuster“ weitere Informationen darüber, wie solche Dynamiken entstehen.

 

Zu Streit & Konfliktmuster

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.